Prozesspfad

Ein Prozesspfad ist eine bestimmte Abfolge von Ereignissen und Aktivitäten innerhalb eines Prozesses. Ein Prozess kann beispielsweise aufgrund von Entscheidungen und Parallelitäten mehrere Pfade besitzen, welche den Prozessdurchlauf verändern. Ist die Entscheidung, von welcher der Pfad ausgeht, an bestimmte Bedingungen geknüpft, so können die ausgehenden Pfade unterschiedliche Pfadwahrscheinlichkeiten besitzen. Jeder Pfad bildet eine Prozessvariante.

Wie sieht ein Prozesspfad aus?

Das Aussehen bzw. die Abfolge eines Prozesspfades hängt in erster Linie vom betrachteten Prozess selbst ab. Wie bereits erwähnt besteht ein Pfad aus Aktivitäten, Entscheidungen, Parallelitäten, Ereignissen und Konnektoren. Ein Prozess kann mehrere Prozesspfade beinhalten. Dies ist der Fall, wenn es Entscheidungen und Parallelitäten im Prozess gibt. Mit der Anzahl der Entscheidungen und Parallelitäten steigt die Anzahl der Prozesspfade und -varianten. Des Weiteren erhöht sie in der Regel die Durchlaufzeit des Prozesses.

Ein Prozessmodell mit zwei Prozesspfaden kann beispielsweise wie folgt aussehen:

Incident example - Process Mining Glossary | Lana Labs

Beim oberen Pfad werden sieben Aktivitäten durchlaufen, wohingegen der untere Pfad nur fünf beinhaltet. Es wird also ersichtlich, dass im zweiten Prozesspfad zwei Aktivitäten gänzlich übersprungen werden. Die Durchlaufzeit des zweiten Prozesspfades ist daher wahrscheinlich geringer als die des ersten.

 

Verwandte Begriffe: Geschäftsprozess, Aktivität, Prozessdurchlauf, Prozessvariante