Process Mining: Welche Prozesse lassen sich analysieren?

Process Mining: Welche Prozesse lassen sich analysieren?
June 5, 2019 Jonny
In Know-how, Process Mining

Es ist oft leicht daher gesagt: Setzen Sie Process Mining ein und optimieren Sie Ihre Prozesse. Doch stellt sich dabei die wichtige Frage: Welche Prozesse sollen denn genau analysiert und optimiert werden? Alle? Das bedeutet potentiell einen immensen Aufwand. Spezifische Prozesse zur Analyse mit Process Mining auszuwählen, bietet sich für die meisten Unternehmen an. So fokussieren Sie Ihre Optimierungsmaßnahmen auf die wesentlichen Geschäftsabläufe, und transformieren Ihr Unternehmen zielgerichtet und nachhaltig. Dennoch bleibt der offene Punkt im Process Mining: Welche Prozesse bieten sich für Analysen an?

Die perfekten Kandidaten für die Anwendung von Process Mining Tools wie LANA Process Mining müssen einige konkrete Voraussetzungen erfüllen. Um Ihnen einen besseren Überblick über die gängigen Prozessfelder zu geben, tauchen wir am besten in einige Beispiele ein.

Strategisch transformieren. Smart implementieren. Nachhaltig optimieren.

Mit LANA Process Mining haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Digitalisierungsstrategie. Wie LANA Ihr Unternehmen schneller, effizienter und smarter macht, erfahren Sie im Gespräch mit unseren Experten.

Start mit Process Mining: Welche Prozesse kann ich analysieren?

Die grundlegende Voraussetzung, um einen Prozess überhaupt in Tools wie LANA verarbeiten zu können, sind Daten. Der Prozess muss in irgendeiner Form digital ablaufen bzw. in einem IT-System aufgezeichnet werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir hierbei nur Abläufe betrachten, die sich ausschließlich im Computer abspielen. Auch praktische Prozesse wie etwa die Montage in der Produktion hinterlassen Daten – sofern die Maschinen über ein virtuelles System gesteuert oder überwacht werden.

Liegen solche Daten vor – üblicherweise in Form einer Log-Datei – ist die Analyse mit Process Mining grundsätzlich möglich. Das heißt allerdings nicht, dass der Aufwand auch immer sinnvoll ist. Um zu entscheiden, welche Geschäftsabläufe besonders von einer Process-Mining-Analyse profitieren, gibt es einige hilfreiche Kriterien:

Der Prozess läuft mindestens 100 mal im Jahr ab.

Das System zeichnet Zeitstempel oder strukturierte Reihenfolgen für die jeweiligen Aktivitäten auf.

Der Prozess läuft durch ein IT-System wie SAP oder Salesforce (starre Programme wie Excel bieten sich hierfür nicht an).

Es werden viele Ressourcen für den Prozess beansprucht oder eine hohe Kapitalbindungsdauer verzeichnet.

Der Prozessbereich ist kritisch für den Geschäftserfolg oder birgt bei mangelnder Prüfung hohe Risiken.

Erfüllt ein Prozess diese Punkte, stellt er einen guten Kandidaten für die Analyse dar.

In den heutigen komplexen Unternehmensstrukturen ist es jedoch nicht immer leicht, den Überblick über alle in Frage kommenden Prozessbereiche zu haben. Eins nach dem anderen jeden einzelnen Bereich auf diese Kriterien zu überprüfen ist aufwändig und häufig wenig zielführend. Glücklicherweise gibt es eine Reihe gängiger Prozesse, die in den meisten Unternehmen eine hohe Priorität in der Analyse und Optimierung tragen.

Process Mining Prozessauswahl

Standardprozesse in Process-Mining-Projekten

Einkauf

Die Rechnungsabteilungen vieler Unternehmen sind bereits grundlegend digitalisiert – wenn nicht sogar automatisiert. Bei potentiell Dutzenden oder sogar Hunderten von Aufträgen, die monatlich im Einkauf getätigt werden, bietet sich daher eine ausreichend große Datengrundlage für effektive Prozessanalyse. Die konkreten Anwendungsfälle sind dabei vielseitig.

Klassisch lässt sich der Purchase-to-Pay (P2P) Prozess ideal mit Process Mining analysieren, um etwa herauszufinden, wie konsequenz Skontofristen eingehalten werden und wo es zu Maverick Buying kommt. Als Teil davon ist auch die Rechnungseingangsprüfung ein häufig analysierter Bereich.

Weitere gängige Prozesse für die Performance- und Compliance-Analyse sind Claims Handling, Purchase Requisition, Supplier Relations Management und Buying Lifecycle.

Produktion

Obgleich in der produzierenden Industrie primär mit handfesten Materialien gearbeitet wird, stehen die virtuellen Daten deshalb nicht weniger im Fokus. Maschinen und mitunter sogar ganze Fabriken werden heutzutage digital über Computersysteme gesteuert und überwacht. Gleichzeitig verwalten IT-Systeme die Logistik und alle anfallenden Bestellprozesse.

Eine strategische Process-Mining-Analyse innerhalb der Produktionsprozesse betrifft häufig die Endmontage sowie die interne und externe Logistik und das Qualitätsmanagement.

Gleichzeitig können auch Prozesse wie das Warehouse ManagementMake-to-orderJust-in-sequence und Master Data Management aufschlussreiche Analyseergebnisse liefern.

Sind auch Sie bereit, mit LANA Process Mining die Kernprozesse Ihres Unternehmens unter die Lupe zu nehmen? Oder haben Sie andere Prozessfelder, die Sie analysieren möchten? Besprechen Sie alle Details zum Vorgehen mit unseren Process-Mining-Experten!